Was ist RFID-Technologie?
RFID-Technologie Systeme bestehen aus einem Transponder (RFID-Tag) und einem Lesegerät. Wenn sich der Transponder in Reichweite des Lesegeräts befindet, sendet er eine eindeutige Identifikationsnummer über Funkwellen an das Lesegerät.
Der Leser leitet diese Daten an eine Software weiter, die die Informationen verarbeitet und eine Authentifizierung oder Registrierung durchführt. Der RFID-Transponder ist in der Regel ein RFID-Tag oder eine RFID-Chipkarte mit einer eindeutigen Identifikationsnummer. Der RFID-Leser erzeugt das elektromagnetische Feld und überträgt die Daten. Je nach Ausführung kommen unterschiedliche Protokolle und Schnittstellen zum Einsatz.
Die Funktionsweise von RFID-Technologie Systeme
Die RFID-basierte Zutrittskontrolle sorgt für einen kontrollierten und autorisierten Zugang zu Gebäuden, Räumlichkeiten oder Serverinfrastrukturen und ersetzt dabei klassische Passworteingaben oder mechanische Schlüssel durch zeitgemäße elektronische Lösungen. Darüber hinaus lässt sich RFID zur Freischaltung und Administration von Maschinen oder Managementsystemen einsetzen, etwa zur Aktivierung von Ladesäulen, zur Kraftstoffabgabe bei Fahrzeugen oder zur Anmeldung und Bedienung von Steuerungseinheiten.
In der Prozessindustrie ermöglicht die Benutzeridentifikation an Bedienstationen (z. B. Thin Clients), dass sich Mitarbeitende schnell, komfortabel und sicher mithilfe eines RFID-Ausweises anmelden können. Auf diese Weise werden Arbeitsprozesse beschleunigt und insgesamt effizienter gestaltet.
Compliance von RFID-Systemen mit den Anforderungen der FDA
Die FDA-Richtlinie zu den Good Manufacturing Practices gemäß 21 CFR Part 11 kann durch die Einführung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen in Kombination mit einer RFID-basierten Benutzerauthentifizierung unter Einsatz moderner RFID Technologie erfüllt werden. Die Vorschrift lässt ausdrücklich unterschiedliche Authentifizierungsverfahren zu, einschließlich RFID-Lösungen, sofern ein angemessenes Sicherheitsniveau sichergestellt ist.
Dabei ist entscheidend, dass ausschließlich RFID-Systeme verwendet werden, die innerhalb des eingesetzten Gesamtsystems zugelassen und entsprechend registriert sind.
RFID-Technologie für IT-Sicherheit
Im Zuge der digitalen Transformation sind IT-Fachkräfte gefordert, umfassende Sicherheitskonzepte zum Schutz vor Cyberangriffen zu entwickeln. Viele Unternehmen haben diese Herausforderung bereits bewältigt, da RFID-Technologie Systeme zur Zutrittskontrolle oder zur Benutzeridentifikation inzwischen weit verbreitet sind. Dennoch scheuen zahlreiche Betriebe den Einsatz dieser Technologien in explosionsgefährdeten Bereichen, da die bislang verwendete Hardware dort häufig nicht zugelassen oder verfügbar ist.
Daraus ergibt sich die zentrale Fragestellung: Wie können IT-Spezialisten oder Anbieter von Prozessleitsystemen die für die Freigabe erforderliche Hardware auch in Ex-Bereichen sicher und regelkonform einsetzen?
RFID-Lesegeräte in Ex-Bereichen
Das BARTEC-Portfolio in explosionsgefährdeten Bereichen bietet eine große Bandbreite an unterschiedlichen Produktvarianten, um höchste Flexibilität bei der Wahl der Materialqualität, Abmessungen und Verbindungsmethoden für die verschiedensten Anforderungen weltweit zu ermöglichen. Diese Lösungen ermöglichen es Anwendern, die gleiche Geräteausstattung in explosionsgefährdeten Bereichen zu nutzen, die sie auch in ihren sicheren Zonen einsetzen.
Die MODEX RFID-Lösung für Zone 1/21
Das MODEX-RFID-Gehäuse basiert auf der Zündschutzart „Ex d“, die dafür ausgelegt ist, eine potenziell im Inneren entstehende Explosion sicher einzuschließen. Die Konstruktion ist explosionsdruckfest ausgeführt und verfügt an sämtlichen Gehäuseöffnungen über zünddurchschlagsichere Spaltmaße. Das zugrunde liegende „Modex“-Prinzip (Modularer Explosionsschutz) zeichnet sich durch seine einfache Umsetzung aus und hat sich seit vielen Jahren erfolgreich im industriellen Einsatz etabliert.
Anstelle massiver Aluminiumgehäuse werden robuste Kunststoffgehäuse verwendet. Durch die Verringerung des internen Luftvolumens mittels Füllmaterial lassen sich diese Gehäuse besonders leicht und kompakt auslegen, ohne dabei die Anforderungen der Zündschutzart Ex d für explosionsgefährdete Bereiche zu unterschreiten. Die elektrische Anbindung erfolgt über ein Datenkabel, wodurch der Einsatz von Klemmen entfällt und eine Installation in einem zusätzlichen Ex-e-Gehäuse nicht erforderlich ist. Ein rein mechanischer Schutz genügt vollständig und wird durch die GMP-konforme Frontplatte sichergestellt.
Sie bringen die gängigsten RFID-Module wie z. B. von Siemens, rf-IDEAS, PHG oder HID-Globel einfach in den explosionsgefährdeten Bereich, indem Sie das MODEX-RFID-Gehäuse verwenden. Das Kunststoffgehäuse stört Funksignale nicht, sodass Sie die Standard-RFID-Systeme auch in explosionsgeschützten Bereichen verwenden können. Installieren Sie das MODEX-RFID-Gehäuse hinter einer BARTEC-RF-Frontabdeckung für eine GMP-konforme Installation. Die RF-Frontabdeckung eignet sich für den Fronttafeleinbau. Für Anwendungen in einem zugelassenen Exe-Gehäuse verwenden Sie das BARTEC-Gehäuse-Fenster.
Digitale Lösungen für den explosiven Bereiche
BARTEC und seine Tochterunternehmen Extronics, das sich auf die Entwicklung und Produktion von Konnektivitäts- und IIoT-Infrastrukturen sowie auf Systeme zur Anlagen- und Personenlokalisierung spezialisiert hat, haben auf Basis unterschiedlicher Gehäusekonzepte Lösungen entwickelt, die die vielfältigen Anforderungen der digitalen Transformation für nahezu alle Anwendungsfälle abdecken. Für den Einsatz nicht explosionsgeschützter Kommunikationsgeräte – wie RFID-Systeme, Access Points oder Gateways – stellen sie eine Auswahl geeigneter Gehäuselösungen für explosionsgefährdete Bereiche bereit.
Mithilfe durchdachter Konzepte lassen sich RFID-Systeme auch in Ex-Zonen sicher, unkompliziert und zuverlässig realisieren. Dabei werden sowohl Aspekte der IT-Sicherheit als auch die nahtlose Einbindung in bestehende Systemumgebungen durch den Einsatz zertifizierter Hardware berücksichtigt. Die flexiblen Gehäuselösungen von BARTEC ermöglichen den normgerechten und sicheren Betrieb unterschiedlichster Hardware – von Kommunikationsmodulen bis hin zu IIoT-Komponenten – selbst in explosionsgefährdeten Bereichen.
