Sichere Digitalisierung in Ex-Zonen

Anmelde- und Registrierungsprozesse mit RFID-Technologie

Die digitale Transformation ist für viele Unternehmen gegenwärtig eine der wichtigsten Herausforderungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Anzahl der vernetzten Maschinen, Werkzeuge, Produkte und Menschen im Wertschöpfungsprozess steigt rasant weiter. Die Digitalisierung und das Industrial Internet of Things (IIoT) können aber nur dann in vollem Umfang genutzt werden, wenn die digitale Transformation auch in den explosiven Bereichen stattfindet.

Anmelde- und Registrierungsprozesse gewinnen im Produktionsprozess zunehmend an Bedeutung, wobei die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) eine zentrale Rolle spielt. Da RFID-Technologie eine automatisierte, kontaktlose und sichere Identifizierung von Personen oder Gegenständen ermöglicht, beschleunigt und optimiert sie herkömmliche manuelle Verfahren. Außerdem ersetzen RFID-Systeme zeitintensive Logins über Benutzernamen und Passwörter, wodurch der gesamte Prozess effizienter gestaltet wird.

 

 

Reiner Englert mit MODEX RFID-Technologielösung für Zone 1/21

Was ist RFID-Technologie?

RFID-Technologie Systeme bestehen aus einem Transponder (RFID-Tag) und einem Lesegerät. Wenn sich der Transponder in Reichweite des Lesegeräts befindet, sendet er eine eindeutige Identifikationsnummer über Funkwellen an das Lesegerät.

Der Leser leitet diese Daten an eine Software weiter, die die Informationen verarbeitet und eine Authentifizierung oder Registrierung durchführt. Der RFID-Transponder ist in der Regel ein RFID-Tag oder eine RFID-Chipkarte mit einer eindeutigen Identifikationsnummer. Der RFID-Leser erzeugt das elektromagnetische Feld und überträgt die Daten. Je nach Ausführung kommen unterschiedliche Protokolle und Schnittstellen zum Einsatz.

 

Die Funktionsweise von RFID-Technologie Systeme

Die RFID-basierte Zutrittskontrolle sorgt für einen kontrollierten und autorisierten Zugang zu Gebäuden, Räumlichkeiten oder Serverinfrastrukturen und ersetzt dabei klassische Passworteingaben oder mechanische Schlüssel durch zeitgemäße elektronische Lösungen. Darüber hinaus lässt sich RFID zur Freischaltung und Administration von Maschinen oder Managementsystemen einsetzen, etwa zur Aktivierung von Ladesäulen, zur Kraftstoffabgabe bei Fahrzeugen oder zur Anmeldung und Bedienung von Steuerungseinheiten.

In der Prozessindustrie ermöglicht die Benutzeridentifikation an Bedienstationen (z. B. Thin Clients), dass sich Mitarbeitende schnell, komfortabel und sicher mithilfe eines RFID-Ausweises anmelden können. Auf diese Weise werden Arbeitsprozesse beschleunigt und insgesamt effizienter gestaltet.

 

Compliance von RFID-Systemen mit den Anforderungen der FDA

Die FDA-Richtlinie zu den Good Manufacturing Practices gemäß 21 CFR Part 11 kann durch die Einführung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen in Kombination mit einer RFID-basierten Benutzerauthentifizierung unter Einsatz moderner RFID Technologie erfüllt werden. Die Vorschrift lässt ausdrücklich unterschiedliche Authentifizierungsverfahren zu, einschließlich RFID-Lösungen, sofern ein angemessenes Sicherheitsniveau sichergestellt ist.

Dabei ist entscheidend, dass ausschließlich RFID-Systeme verwendet werden, die innerhalb des eingesetzten Gesamtsystems zugelassen und entsprechend registriert sind.

 

RFID-Technologie für IT-Sicherheit

Im Zuge der digitalen Transformation sind IT-Fachkräfte gefordert, umfassende Sicherheitskonzepte zum Schutz vor Cyberangriffen zu entwickeln. Viele Unternehmen haben diese Herausforderung bereits bewältigt, da RFID-Technologie Systeme zur Zutrittskontrolle oder zur Benutzeridentifikation inzwischen weit verbreitet sind. Dennoch scheuen zahlreiche Betriebe den Einsatz dieser Technologien in explosionsgefährdeten Bereichen, da die bislang verwendete Hardware dort häufig nicht zugelassen oder verfügbar ist.

Daraus ergibt sich die zentrale Fragestellung: Wie können IT-Spezialisten oder Anbieter von Prozessleitsystemen die für die Freigabe erforderliche Hardware auch in Ex-Bereichen sicher und regelkonform einsetzen?

 

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RFID-Lesegeräte in Ex-Bereichen

Das BARTEC-Portfolio in explosionsgefährdeten Bereichen bietet eine große Bandbreite an unterschiedlichen Produktvarianten, um höchste Flexibilität bei der Wahl der Materialqualität, Abmessungen und Verbindungsmethoden für die verschiedensten Anforderungen weltweit zu ermöglichen. Diese Lösungen ermöglichen es Anwendern, die gleiche Geräteausstattung in explosionsgefährdeten Bereichen zu nutzen, die sie auch in ihren sicheren Zonen einsetzen.

 

Das BARTEC-Portfolio für explosionsgefährdete Bereiche umfasst eine Vielzahl von Produktvarianten, die maximale Flexibilität bei der Auswahl von Materialqualitäten, Abmessungen und Anschlussarten für unterschiedliche Anforderungen weltweit bieten.

Reiner Englert mit BARTEC RFID-Technologie

Die MODEX RFID-Lösung für Zone 1/21

Das MODEX-RFID-Gehäuse basiert auf der Zündschutzart „Ex d“, die dafür ausgelegt ist, eine potenziell im Inneren entstehende Explosion sicher einzuschließen. Die Konstruktion ist explosionsdruckfest ausgeführt und verfügt an sämtlichen Gehäuseöffnungen über zünddurchschlagsichere Spaltmaße. Das zugrunde liegende „Modex“-Prinzip (Modularer Explosionsschutz) zeichnet sich durch seine einfache Umsetzung aus und hat sich seit vielen Jahren erfolgreich im industriellen Einsatz etabliert.

Anstelle massiver Aluminiumgehäuse werden robuste Kunststoffgehäuse verwendet. Durch die Verringerung des internen Luftvolumens mittels Füllmaterial lassen sich diese Gehäuse besonders leicht und kompakt auslegen, ohne dabei die Anforderungen der Zündschutzart Ex d für explosionsgefährdete Bereiche zu unterschreiten. Die elektrische Anbindung erfolgt über ein Datenkabel, wodurch der Einsatz von Klemmen entfällt und eine Installation in einem zusätzlichen Ex-e-Gehäuse nicht erforderlich ist. Ein rein mechanischer Schutz genügt vollständig und wird durch die GMP-konforme Frontplatte sichergestellt.

Sie bringen die gängigsten RFID-Module wie z. B. von Siemens, rf-IDEAS, PHG oder HID-Globel einfach in den explosionsgefährdeten Bereich, indem Sie das MODEX-RFID-Gehäuse verwenden. Das Kunststoffgehäuse stört Funksignale nicht, sodass Sie die Standard-RFID-Systeme auch in explosionsgeschützten Bereichen verwenden können. Installieren Sie das MODEX-RFID-Gehäuse hinter einer BARTEC-RF-Frontabdeckung für eine GMP-konforme Installation. Die RF-Frontabdeckung eignet sich für den Fronttafeleinbau. Für Anwendungen in einem zugelassenen Exe-Gehäuse verwenden Sie das BARTEC-Gehäuse-Fenster.

Digitale Lösungen für den explosiven Bereiche

BARTEC  und seine Tochterunternehmen Extronics, das sich auf die Entwicklung und Produktion von Konnektivitäts- und IIoT-Infrastrukturen sowie auf Systeme zur Anlagen- und Personenlokalisierung spezialisiert hat, haben auf Basis unterschiedlicher Gehäusekonzepte Lösungen entwickelt, die die vielfältigen Anforderungen der digitalen Transformation für nahezu alle Anwendungsfälle abdecken. Für den Einsatz nicht explosionsgeschützter Kommunikationsgeräte – wie RFID-Systeme, Access Points oder Gateways – stellen sie eine Auswahl geeigneter Gehäuselösungen für explosionsgefährdete Bereiche bereit.

Mithilfe durchdachter Konzepte lassen sich RFID-Systeme auch in Ex-Zonen sicher, unkompliziert und zuverlässig realisieren. Dabei werden sowohl Aspekte der IT-Sicherheit als auch die nahtlose Einbindung in bestehende Systemumgebungen durch den Einsatz zertifizierter Hardware berücksichtigt. Die flexiblen Gehäuselösungen von BARTEC ermöglichen den normgerechten und sicheren Betrieb unterschiedlichster Hardware – von Kommunikationsmodulen bis hin zu IIoT-Komponenten – selbst in explosionsgefährdeten Bereichen.

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Häufig gestellte Fragen

Die RFID-Technologie ermöglicht eine automatisierte, kontaktlose Identifizierung mit einem hohen Maß an Sicherheit und optimiert damit herkömmliche manuelle Arbeitsabläufe. RFID-Systeme machen manuelle Anmeldeverfahren mit Benutzernamen und Passwörtern überflüssig.

 

Das MODEX RFID-Gehäuse ist eine Explosionsschutzart vom Typ „Ex d“. Die „Ex d“-Schutzmethode verhindert die Entzündung der umgebenden Atmosphäre, indem sie jede interne Explosion sicher eindämmt. Dies wird durch eine druckfeste Gehäusekonstruktion und präzise konstruierte flammgeschützte Verbindungen an allen Öffnungen erreicht. Das „MODEX“-Konzept (Modular Explosion Protection) ist einfach und wird seit Jahrzehnten erfolgreich auf dem Markt eingesetzt.

 

Das MODEX RFID-Gehäuse ermöglicht die einfache und flexible Integration weit verbreiteter RFID-Module von Herstellern wie Siemens, rf IDEAS, PHG und HID Global – selbst in explosionsgefährdeten Umgebungen. Sein nichtmetallisches Gehäuse gewährleistet eine unterbrechungsfreie Funkübertragung, sodass Standard-RFID-Systeme in explosionsgeschützten Bereichen zuverlässig funktionieren.

Für GMP-konforme Installationen wird das MODEX RFID-Gehäuse hinter einer BARTEC RF-Frontabdeckung montiert, die für eine bequeme Installation an der Frontplatte ausgelegt ist. Bei Verwendung in einem zugelassenen Ex e-Gehäuse bietet das BARTEC-Gehäusefenster eine zusätzliche Montagemöglichkeit.

BARTEC und seine Tochterunternehmen Extronics entwickeln und fertigen eine breite Palette von Gehäusekonzepten, die die digitale Transformation unterstützen. Diese Lösungen decken nahezu alle Anwendungsanforderungen ab, darunter Konnektivität, IIoT-Infrastruktur und Systeme zur Anlagen- und Personalverfolgung, selbst in explosionsgefährdeten Bereichen.

 

 

Ja. BARTEC bietet zertifizierte Gehäusekonzepte, mit denen nicht explosionsgeschützte Kommunikationsgeräte – wie RFID-Systeme, Access Points und Gateways – sicher in explosionsgefährdeten Umgebungen eingesetzt werden können.

 

Mit den entsprechenden Gehäusekonzepten können RFID-Systeme sicher, zuverlässig und ohne Bedenken in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Die Lösungen von BARTEC gewährleisten die Einhaltung der geltenden Normen und Vorschriften.

 

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