| Messtechnologie |
Faseroptisches Fabry-Pérot-Interferometer zur Feuchtemessung
Taupunktspiegel mit optischer Detektion durch interne Totalreflexion zur Messung des Kohlenwasserstoff-Kondensationspunktes |
|---|---|
| Messkanäle |
1x Spurenfeuchte (optische Messung) 1x Kohlenwasserstoff-Taupunkttemperatur (HCDT) |
| Feuchtesensor |
Kalibrierter Bereich: Taupunkt −80 °C bis +20 °C (−112 °F bis +68 °F) Genauigkeit: ±1 K Kundenspezifische Kalibrierung / Validierung verfügbar |
| HCDT-Sensor |
Messbereich (Standard): −20 °C bis +5 °C (−4 °F bis +41 °F) Messbereich (erweitert): −30 °C bis +20 °C (−22 °F bis +68 °F) Genauigkeit: ±1 K Kundenspezifische Kalibrierung / Validierung verfügbar (z. B. Korrelation zur Kondensatmenge in mg/m³) |
| Messmodus |
Feuchte: kontinuierlich Kohlenwasserstoff-Taupunkt: zyklisch (Kühl- / Heizsequenz) |
| Schnittstellen |
3x Analogausgänge (0/4–20 mA) 1x Analogausgang (0/4–20 mA, Ex-i) Modbus TCP/IP Modbus RTU (RS232 / RS485) PROFIBUS RS232 |
| HMI |
Grafikdisplay (320 × 240) Rot hinterleuchteter Touchscreen |
| Zulassungen |
ATEX, IECEx (auf Anfrage verfügbar) Weitere Zertifizierungen auf Anfrage |
| Prozessintegration |
Standard-Probenaufbereitungssystem Probenaufbereitungssystem 5985-72 (inkl. CE-Konformitätserklärung) Kundenspezifische Probenaufbereitungssysteme verfügbar |
| Wasserstoff-Kompatibilität |
Erdgas mit Wasserstoffbeimischung ≤10 mol%: auf Anfrage Erdgas mit Wasserstoffbeimischung ≤20 mol%: auf Anfrage Betrieb in reinem Wasserstoff: auf Anfrage |
ATEX, IECEx (auf Anfrage)
Weitere Zertifizierungen auf Anfrage
Der HCDT-5673 kombiniert zwei sich ergänzende Messverfahren innerhalb eines Analysatorsystems: die faseroptische Spurenfeuchtemessung auf Basis des Fabry-Pérot-Prinzips sowie die Bestimmung des Kohlenwasserstoff-Kondensationspunktes mittels bewährter Taupunktspiegeltechnologie.
Beide Messprinzipien sind in einem gemeinsamen Analysator sowie in einer gemeinsamen Probenaufbereitung integriert und ermöglichen eine konsistente und zuverlässige Überwachung der Gasqualitätsparameter unter realen Prozessbedingungen.
Dieser Ansatz ermöglicht die gleichzeitige und direkte Messung von Spurenfeuchte und Kondensationsgrenzen der Kohlenwasserstoffe und liefert damit ein umfassendes Verständnis der Gasqualität. Das Überschreiten des Kohlenwasserstoff-Kondensationspunktes kann zu Flüssigphasenbildung und betrieblichen Risiken in Pipelines und nachgeschalteten Anlagen führen.
Ein wesentlicher Vorteil des Systems ist, dass Feuchte und Kohlenwasserstoff-Kondensationsverhalten unabhängig und ohne gegenseitige Beeinflussung gemessen werden. Die optische Feuchtemessung erfolgt kontinuierlich, während der Kohlenwasserstoff-Kondensationspunkt in einem zyklischen Messverfahren am Sensor bestimmt wird. Dadurch bleibt die Feuchtemessung stabil und zuverlässig.
BARTEC unterstützt die Validierung beider Messgrößen unter prozessnahen Bedingungen, einschließlich unabhängiger Laborprüfung. Darüber hinaus können applikationsspezifische Kalibrieransätze, beispielsweise in Bezug auf die Kondensatmenge, realisiert werden.
Die Entwicklung basiert auf engem Austausch mit Betreibern der Erdgasindustrie und berücksichtigt etablierte ingenieurtechnische Praxis sowie relevante Regelwerke wie DVGW.
Das System ist derzeit für den Einsatz in Erdgasanwendungen mit Wasserstoffbeimischungen von bis zu 20 % ausgelegt, abhängig von der jeweiligen Applikation und den Betriebsbedingungen.
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